Erzgebirgsmuseum zeigt besondere Exponate zum Leben und Wirken des erzgebirgischen Liederdichters
Annaberg-Buchholz, 4. Juni 2026 – Anlässlich des 150. Geburtstages des erzgebirgischen Liederdichters Anton Günther präsentiert das Erzgebirgsmuseum vom 5. Juni bis 13. September 2026 eine Sonderschau mit ausgewählten Exponaten. Zu sehen sind unter anderem das Anton-Günther-Porträt von Erwin Hilsky, sowie weitere Arbeiten des Künstlers und das zeitgenössische Kunstwerk „Denkmal für Anton Günther“ von Jörn Michael.
Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Auswahl originaler Liedpostkarten sowie außergewöhnliche Originalfotografien, die Anton Günther bei der Arbeit im Gottesgaber Torfstich zeigen. Die Aufnahmen entstanden für eine Reportage im „Erzgebirgischen Sonntagsblatt“ anlässlich seines 60. Geburtstages und wurden von dem Annaberger Fotografen Albin Meiche angefertigt.
Das Anton-Günther-Porträt von Erwin Hilsky
Der Künstler Erwin Hilsky wurde 1905 in Döhlen bei Freital geboren und war später in Annaberg ansässig. Neben seinem 1938 entstandenen Ölgemälde besitzt das Erzgebirgsmuseum auch eine Vorzeichnung sowie eines seiner Scherenschnitt-Porträts, die ebenfalls in der Ausstellung gezeigt werden.
Sowohl das Gemälde als auch der Scherenschnitt basieren auf einer Fotografie des Joachimsthaler Fotografen Bruno Kraus aus dem Jahr 1936. Das Originalfoto wird heute im Museum für Sächsische Volkskunst in Dresden aufbewahrt. Dort befindet sich auch eine zweite Version des Scherenschnittes. Mit seinen Scherenschnittarbeiten erlangte Erwin Hilsky weitreichende Bekanntheit. Zahlreiche Werke wurden als Illustrationen in der Zeitschrift „Glückauf“ des Erzgebirgsvereins veröffentlicht.
Jörn Michael: Denkmal für Anton Günther
Das „Denkmal für Anton Günther“ des Buchholzer Künstlers Jörn Michael entstand anlässlich der Ausstellung „Bergklang und Vinylzauber“ in der Zinngrube Ehrenfriedersdorf im Kulturhauptstadtjahr Chemnitz 2025.
Die Assemblage aus originalen Schellackplatten und Liedpostkarten lädt Besucher zum Mitmachen ein. Dabei können sie ihre Kenntnisse über Anton Günthers Liedgut testen, indem sie Liedpostkarten den passenden Schellackplatten und den dazugehörigen Frequenzdiagrammen zuordnen.
Die Sonderschau bietet damit sowohl historische Einblicke in das Leben und Wirken Anton Günthers als auch einen zeitgenössischen künstlerischen Zugang zu seinem kulturellen Erbe.