Konzertbericht zur „Schwarzen Nacht“ in der LUCIE

Geschrieben am 09.02.2026
von kontakt


Drei Bands aus Annaberg-Buchholz. LAUT, SCHWARZ und LEGENDÄR!!!

„Es war lange nichts mehr Richtiges los in Buchholz!“ Für Enrico „Hansen“ Langer und Heiko Prager, den Veranstaltern des Abends, Grund genug mal wieder alte Zeiten aufleben zu lassen. Heavy Metal wird in Buchholz schon seit den 80er Jahren gefeiert. Kurzum wurde von den zwei Alt-Metallern die LUCIE gemietet um ein Konzert zu organisieren über das noch lange gesprochen werden sollte. Ewige Vorbereitungszeit mit einigen Hürden die gemeistert werden mussten, aber letztendlich war der Felsenkeller angerichtet. WOTANS WILDE GAACHT begann….

Freitag, 30. Januar:    Es war soweit. Zum „WARM UP“ wurde geladen. Um 19.00 Uhr trafen sich Ungeduldige und Neugierige schon vorab um bei ein paar Bierchen zu trinken und über alte Zeiten zu quatschen. Nebenbei lief Heavy-, Thrash- und Death Metal der 80er und 90er aus der „Dose“. Dazu wurden alte Musikvideos per Beamer auf eine Leinwand projiziert. Die ca. 50 Gäste dieses Abends ließen schon erahnen was der große Konzertabend am nächsten Tag bringen würde.

Samstag, 31. Januar:    Am frühen Nachmittag wurden die letzten Vorbereitungen getroffen und auf der Bühne wurde Soundcheck für die 3 Bands des Abends gemacht. 19.00 Uhr öffneten sich die Tore zum Felsenkeller. Draußen hatte sich schon eine lange Schlange gebildet und die Gäste betraten den Saal. So viele Leute hat die LUCIE noch nicht erlebt, denn schon im Vorfeld wurden alle 200 Karten verkauft. Abendkasse Fehlanzeige!

20.00 Uhr:    Die Band TODGEWEIHT aus Annaberg betrat als erstes die Bühne, feuerte sofort aus allen Rohren und brachte die Location zum Beben. Kompromissloser Old School Black Metal der alten Schule. Seit 2010 treiben Nebelschrei und seine rauen Gefährten ihr düsteres Unwesen. Mit Stücken wie „Krieg Gegen das Kreuz“, „Ritual“ und „Der Gehörnte“ wurde dem Publikum brachial eingeheizt!

21.15 Uhr:    GRANITADER stand auf dem Programm. Eine relativ junge Band die sich 2021 in Buchholz gegründet hat. Atmospheric Black Metal der besonderen Art. Auch hier gab es für die tobende Masse, mit Stücken wie “Miriquidi“, „Geister des Nordens“ und „Heimat“, ordentlich was auf die Ohren! Als besondere Zugabe wurde von GRANITADER mit Gastsänger Asmodeus ein Stück der Band MAYHEM gecovert. MAYHEM, eine norwegische Black Metal Band, die ihr erstes Konzert in Deutschland am 23. November 1990 im damaligen Klubhaus MARX spielte. Heute ist MAYHEM eine absolute Größe und eine der bekanntesten Bands des Genres. Das Stück „Freezing Moon“ wurde  dem ausgelassenem Mob dargeboten und damit auch ein Stück Buchholzer Metal Geschichte.

22.45 Uhr:    Es wurde eng auf der Bühne, denn die sechs Herren von EMINENZ gaben sich die Ehre. Natürlich dürfen unsere Lokalmatadore zu so einer denkwürdigen Veranstaltung nicht fehlen. 1989 gründete sich das Urgestein der erzgebirgischen Metal Szene. Frontmann Leviathan, alias Pryze, und seine Horde ballerten der wilden Meute ein Stück nach dem anderen in die Gehörgänge. Alte Stücke wie „Exorial“ und „Demons from the Black Abyss“ wurden genauso gefeiert wie „Diabolical Warfare“ und „Lucifers Awakening“ vom letzten Album. Ein absoluter Abriss!

…weit nach Mitternacht:    Der Großteil der Gäste war schon gegangen als die Tür auf ging und unser Jörg Heinicke eintrat. Mit seinem „Zerrwanst“ im Gepäck unterhielt er die letzten Verbliebenen des Abends, in alter Manier, mit Liedern von Anton Günther und natürlich unserer Buchholzer Nationalhymne. Danke Jörg…

Da Metal Fans ein großes Herz haben wurde ein Shirt mit dem Logo der „Schwarze Nacht Buchholz“ von allen Akteuren signiert und versteigert. Der Erlös wurde dem „Hand in Hand-Tierwohl mit Verstand mittleres Erzgebirge e.V.“ gespendet. Tolle Aktion!  

Alles in Allem eine sehr gelungene Veranstaltung mit viel Geschichte, Tradition und dunkelsten Klängen. WIR VERNEIGEN UNS!

André Schurtz​