Ein Stück Stadtgeschichte kehrt zurück: Pfad-Finder Buchholz erwecken die „Gottesackerkapelle" zu neuem Leben

Geschrieben am 10.06.2026
von kontakt


Festakt am Freitag, 19. Juni 2026, ab 18 Uhr im Stadtteil Buchholz

 

 Annaberg-Buchholz, 10. Juni 2026 - Nach sieben Jahren engagierter Arbeit ist ein besonderes Stück Stadtgeschichte zurückgekehrt: Aus erhaltenen Überresten haben die Pfad-Finder Buchholz ein Denkmal geschaffen, das die einstige Friedhofskirche „Gottesackerkapelle", am Ende der Karlsbader Straße, als Ruine nachbildet.

 

Mit einem kleinen Festakt am Freitag, 19. Juni 2026, ab 18 Uhr machen sie das Gelände rund um die historische Stätte feierlich wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, für Speis und Trank ist natürlich gesorgt.

 

In unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit ließen die Pfad-Finder die altehrwürdigen Mauern aus dem Jahr 1539 wieder auferstehen und verwandelten sie in einen Ort von beachtlichem geschichtlichem Wert. Als Teil des Historischen Pfads durch den Stadtteil erinnern sie an die knapp 450-jährige Geschichte des Bauwerks, das einst als Begräbniskirche der Stadt Buchholz diente.

 

Das neu gestaltete Gelände lädt zum Verweilen und Entdecken ein. Eine gelbe Zuwegung säumt den Bereich, während im hinteren Teil ein Kreuz und alte Grabsteine den Charakter des einstigen Friedhofs lebendig werden lassen. Im Inneren der Kirche hebt sich ein roter Bodenbelag farblich deutlich ab und markiert den ehemaligen Kirchenraum. Dort befindet sich eine Nachbildung des von Hans-Hesse erschaffenen Wolfgangaltars. Der montanhistorische Altar zierte bis 1938 das Innere der Kirche. Das Original ist seit 1991 in der St. Katharinenkirche zu bewundern.

 

Wer die Ruine in den Abendstunden besucht, erlebt sie von ihrer eindrucksvollsten Seite: Eine dezente Beleuchtung des Mauerwerks verwandelt die Stätte in einen unvergleichlichen Blickfang.

 

Die Pfad-Finder Buchholz freuen sich auf zahlreiche Gäste und laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, diesen geschichtsträchtigen Ort am 19. Juni 2026 persönlich in Augenschein zu nehmen.